Geschichte der Seethermie

Die ersten modernen Anlagen zur Nutzung von Seewasserwärme befinden sich in Lausanne (EPFL), am Zürichsee, sowie in St. Moritz. Diese ersten, kleineren Werke haben das Potenzial dieser Technologie zur Beheizung grösserer Liegenschaften aufgezeigt.

 

In den letzten Jahren sind an verschiedenen Orten mittlere und grosse Wärmeverbundlösungen realisiert worden, welche die Seewärme nutzen. Die grössten Werke, welche Wärme aus Seewasser nutzen, befinden sich in Genf, Montreux, Zug und am Zürichsee.

 

Aktuell entsteht in Horw und Kriens ein sehr grosser Seewärmeverbund, der das Wasser des Vierwaldstättersees nutzt, dies unter der Regie des Energieverorgers der Stadt Luzern (ewl). Auch die Stadt Biel plant Wärmenetze, welche auf die Seewärme als Energiequelle zurückgreifen. Diese Wärmeverbunde werden im Rahmen der Projekte "Agglolac" und "Switzerland Innovation Park Biel" evaluiert.

 

Das Seewärmepotenzial des Thuner- und Brienzersees wäre noch grösser als jendes des Bielersees. Hier bestehen erst wenige, zumeist ältere Anlagen, welche diese Form der Umweltwärme nutzen. Sie befinden sich in unmittelbarer Ufernähe und stehen zumeist in Zusammenhang mit der Beheizeung von grossen Badeanlagen.