Nutzung von im See gespeicherter Umweltwärme 

Die Sonne scheint auf die Seeoberfläche und erwärmt das Wasser jährlich mit rund

300 kWh/m2. Während des Sommerhalbjahrs werden diese grossen Wärmemengen in die oberen Wasserschichten der Seen eingearbeitet. Diese Wärme wird während der kalten Wintermonate wieder abgestrahlt und auch anderweitig an die Umgebung abgegeben.

 

Seen und Flüsse bergen ein riesiges Wärmepotenzial. Diese Quelle kann ohne Schaden für die Umwelt angezapft werden. Das Seewasser wird in der Schweiz bereits an über 50 Orten zum Heizen und Kühlen genutzt. Städte wie Zürich, Luzern, Zug, Genf und Lausanne nehmen eine Vorreiterrolle ein und liefern Wärme zum Heizen für ganze Quartiere. Mit Seewasser gekühlt wird in Lugano der Supercomputer Piz Daint. Er ist Teil des Rückgrats des Inetenets und des Nationalen Hochleistungszentrums.

 

In der Schweiz besteht ein grosses Potenzial für die Nutzung von Seewasser zu Heiz- und Kühlzwecken. Dieses übersteigt den Bedarf der bestehenden Städte und Siedlungungen rund um die Seen deutlich. Die Ausnahme bildet das Zürcherseebecken.

 

Wärmeverbundlösungen könnten viele bestehende Ölheizungen ablösen und mithelfen, beträchtliche Mengen an Kohlendioxid (CO2) einzusparen.